einen solchen Zuwachs hatte. Ist dies aber nicht ein Indiz, dass Veränderungen anstehen?
Könnte der Wahlerfolg der "Piraten" nicht aus der - teiweise unbewußten Suche - nach einer "europäischen", "demokratischen" Stimme erwachsen?
1. Punkt:
Die Piraten gibt es in ganz Europa. Sie sind als europäische Partei entstanden, für die nationale Grenzen nie eine Rolle gespielt haben. Das liegt auch an den wachsenden tech. Möglichkeiten, vor allem aber am natürlichen "Zusammenwachsen" der europ. Menschen - besonders der Jugendlichen, die es nicht anders kennen.
Sie sind derzeit die "europäische" Partei in D, die Parteien im Bundestag sind nationale "Gebilde" (am wenigsten vielleicht noch die Grünen).
Wo ist z.B. die europäische Sozialdemokratie? Welcher Partei im Bundestag glaubt man die Aussage "Wir sind eine europäische Partei"?
2. Punkt:
Die Piraten fordern mehr direkte Demokratie und Transparenz, d.h. Volksbefragungen und Offenlegung von Entscheidungsprozessen. Auch da sind sie die einzige Partei, die das derzeit so fordert.
Die etablierten Parteien werden "von unten" zunehmend als Erfüllungsgehilfen einer wild gewordenen Finanzwirtschaft wahrgenommen. Deshalb hat die Sehnsucht nach mehr Demokratie die Piratenpartei dramatisch gestärkt.
Wer die Piraten nun überheblich als "kindische Jungendliche" abtut und nicht versteht, dass hinter ihrem Erfolg die Sehnsucht nach mehr Demokratie steckt, der unterschätzt die Kraft, die aus dieser Sehnsucht erwächst...
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